Chronik

unsere Vereinsgeschichte

...die 1920er und 1930er Jahre

Kurz nach der Gründung ist der KSV schon wer!

Erstes KSV-Foto 1921
Erstes KSV-Foto 1921

Am 16. April 1921 wurde der KSV Hohenlimburg in der Gaststätte Moritz Boecker (später Stadtsparkasse) in Hohenlimburg‑Oege gegründet. Max Schink, der in Altena die edle Kunst des Ringens erlernte, begeisterte 54 Oeger Jungen für diesen Sport.

Am Gründungstag wurde zunächst der Sportfreund Otto Oschmann zum 1. Vorsitzenden gewählt. Schon nach kurzer Zeit fand eine ordnungsgemäße Hauptversammlung statt, bei der ein kompletter Vorstand gewählt wurde:

 

  • Vorsitzender: Willi Hemmer
  • Geschäftsführer: Julius Cramer
  • Kassierer: Fritz Sinemus
  • Übungsleiter: Willi Schink

Das Vereinslokal war fortan die Gaststätte Grote.

KSV 1936
KSV-Meistermannschaft 1936
A. Wellmann, Rößler, Knothe, W. Wellmann, R. Bastian, Hill, Glod, Reinhard, Hemmer

1927 beschlossen die Mitglieder beider Vereine eine Fusion mit dem TuS Oege, die jedoch 1932 auf Antrag des KSV wieder aufgehoben wurde. W. Horstkotte war 1929 der erste Medaillengewinner bei Deutschen Meisterschaften für den KSV Hohenlimburg: Er gewann im südbadischen Villingen die Bronzemedaille im Federgewicht (griechisch‑römisch) bei den Männern. Durch einige Zugänge formierte sich 1930 eine starke Mannschaft, die bald den Aufstieg in die Oberliga schaffte. Dort traf man auf prominente Teams wie Heros Dortmund, Alemania Dortmund, Witten 07, Hörde 04, Essen‑West und Duisburg.

Folgende Ringer bildeten die 1. Mannschaft

Bastian – M. Schink – W. Wellmann – A. Glod – Knothe – Horstkotte – Schmitz

Durch weitere Zugänge der Sportfreunde Rößler, Hill und Reinhardt wurde die Mannschaft so verstärkt, dass sie 1936 erstmals den mehrfachen deutschen Mannschaftsmeister Heros Dortmund im Adlersaal besiegte. Der KSV Hohenlimburg wurde im selben Jahr auch Landesmeister, nachdem der amtierende Meister Köln‑Mülheim geschlagen worden war.

Da in diesem Jahr die Olympischen Spiele in Berlin stattfanden, fielen, sehr zum Leidwesen des KSV, die deutschen Mannschaftsmeisterschaften aus. Adolf Wellmann übernahm das Amt des 1. Vorsitzenden als Nachfolger von Willi Hemmer und bekleidete dieses Amt fortan 30 Jahre lang.

...die 1940er und 1950er Jahre

Deutsche Meister und ein Kampf für die Geschichte

1941 folgte ein erneuter Durchmarsch zur Spitze der Oberliga. Die Mannschaft kämpfte sich – neben dem späteren Meister SV Siegfried Ludwigshafen und dem KSV 1931 Berlin – bis zur Vorentscheidung um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft und schied erst in der Zwischenrunde gegen Berlin aufgrund der kürzeren Ringzeit aus. Der KSV Hohenlimburg wurde in diesem Jahr Dritter bei der deutschen Mannschaftsmeisterschaft. Der Name des Vereins wurde durch die Erfolge seiner Spitzenringer Josef Rößler und Rudi Reinhardt weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Während Reinhardt 1941 und 1942 im griechisch‑römischen Stil deutscher Meister im Federgewicht wurde, sicherte Rößler 1943 und 1944 im Freistil die Titel im Bantamgewicht für Hohenlimburg. Rudi Reinhardt sammelte zudem in den Jahren 1938–1948 fünf weitere DM‑Bronzemedaillen; Josef Rößler hatte vor seinen beiden DM‑Titeln 1941 bereits Silber gewonnen.

KSV-Team ca. 1950
KSV-Team ca. 1950

Durch den Krieg wurde das Ringen eingestellt. 1946 lebte der Übungsbetrieb wieder auf. Bereits ein Jahr später stellten sich die nächsten Erfolge ein: Helmut Panne errang 1947 in Bremen den Titel des deutschen Jugendmeisters; ein Jahr später gewann er Bronze bei den Männern.

In den folgenden Jahren belegte der KSV regelmäßig vordere Plätze in der Oberliga, der damals höchsten Liga, und qualifizierte sich mehrfach für die Endrunde der deutschen Mannschaftsmeisterschaft. Unvergessen und besonders erwähnenswert ist der Meisterschaftskampf KSV Hohenlimburg gegen den ASV Heros Dortmund im restlos überfüllten Adlersaal vor 1.000 begeisterten Zuschauern. Der amtierende deutsche Mannschaftsmeister — der zuvor 148 Kämpfe ungeschlagen geblieben war — wurde in einem dramatischen Mattengefecht mit 10:9 Punkten besiegt.

Die damalige Mannschaft:

Krüger - Schwalm - Passenheim - D.Schaarschmidt - Henseler - Panne - Pfeil - Knorr

Die Sportfreunde Kauert, Bartsch und Preiß hatten sich 1957 aus dem Nachwuchs heraus einen Stammplatz in der 1. Mannschaft erkämpft. Zusammen mit den Neuzugängen – dem türkischen Meister und Nationalstaffelringer Celal Genc sowie Thasin Kotil – erreichte der KSV erneut einen hervorragenden 3. Platz in der Oberliga.

...die 1960er und 1970er Jahre

2. Bundesliga und eine neue Generation

KSV-Team ca1965
KSV-Team ca. 1965

Abgänge und Einberufungen zur Bundeswehr zwangen 1963 jedoch zu einem Neuanfang in der Bezirksliga. Durch den besonderen Einsatz der Sportkameraden Friedhorst Knorr, Rudi Preiß und Dieter Schaarschmidt wurde ein neuer Anlauf genommen. Der KSV erreichte auf Anhieb und ohne Niederlage den Aufstieg in die Landesliga. Zwei Jahre später war sogar die Oberliga wieder erreicht. Gegen die 2. Mannschaft des KSV Witten 07 gelang dem KSV 1975 ein Sieg und damit der Aufstieg in die Regionalliga — die spätere 2. Bundesliga — mit folgender Mannschaft:

Knorr - Mischewski - Überfeld - Kesebir - Raulf - Biernatzki - D.Schaarschmidt - Peters - Klauke - Kauert. Drei Jahre später wurde die Mannschaft ergänzt durch Lipphaus - Schönekess - Masuch - T.Werski - Rakete - Eisele und M. Golz

Hansi Will
Hans Werner Will (li), hier mit Betreuer Günter Linde, gewann bei den DM 1977 Bronze

Bei den Deutschen Meisterschaften der Junioren gab es endlich wieder Medaillen für den KSV Hohenlimburg. Hans‑Werner Will gewann 1977 im hessischen Immenhausen Bronze in der Klasse über 100 kg (griechisch‑römisch). Michael Hennemann gelang dieser Erfolg 1979 (Freistil in Wiesental) und 1980 (griechisch‑römisch in Rheinfelden) in beiden Stilarten.

1979 meldete der KSV erstmals eine Schülermannschaft für den Westfalenpokal, denn die Nachwuchsarbeit unter der Leitung von Dieter Schaarschmidt und Rüdiger Schönekess trug nun Früchte. Die Mannschaft steigerte sich von Kampf zu Kampf, wurde prompt Meister und stieg somit in die höchste Jugendliga auf. Dort kämpfte sie um den Klaus‑Rost‑Pokal. Unvergessen blieb der Zusammenhalt: Die Auswärtskämpfe der Jüngsten wurden regelmäßig mit 7–8 Pkw angefahren; so sorgte die KSV‑Delegation nicht nur für gut gefüllte Hallen, sondern auch für beste Stimmung.

Viele der Aktiven prägten später über lange Zeit das Gesicht des KSV auf und neben der Matte und läuteten damit einen wichtigen Generationswechsel ein.

Schülermannschaft 1979
Schülermannschaft 1979
Carsten Preiß, Karsten Bartsch, Jörg Hellwig, Olaf Bamberg, Uwe Theimann, Carsten Schmitz, Rolf Behrendt, Thomas Golz, Olaf Jansen, Thorsten Schmitz, Carsten Ludwig, Markus Nix, Ronald Ludwig, Uwe Behrendt

...die 1980er und 1990er Jahre

Ein Europameister und diverse Neustarts

1982 war das Jahr von Ronald Ludwig. Er wurde nicht nur Westfalenmeister, sondern auch Landesmeister und qualifizierte sich damit für die Deutschen Meisterschaften. In England errang er den Titel des Jugendeuropameisters und wurde daraufhin zum ersten Sportler des Jahres der Stadt Hagen gewählt.

Die 1. Mannschaft des KSV im letzten Jahr ihrer 2.-Bundesliga-Zugehörigkeit

C. Ludwig – Hellwig – Teipel – Schlee – Kauert – W. Schwalm – Gocke – Eisele – L. Paulsen – Maksic – Schönekess – U. Schaarschmidt – Überfeld

2. Bundesliga 1981
2. Bundesliga 1981
Lars Paulsen, Rüdiger Schönekess, Michael Hennemann, Hasan Kesebir, Dieter Überfeld, Ewald Eisele, Ulrich Schaarschmidt, Wolfgang Raulf, Hans Gocke, Norbert Teipel, Karsten Bartsch, Dieter Schlee, Jörg Hellwig

Aus finanziellen und personellen Gründen verzichtete man 1983 nach nunmehr sechs Jahren auf die 2. Bundesliga. Eine Zwangsversetzung in die Landesliga war die Folge. Die Mannschaft war jedoch stark genug, um dort den Meistertitel zu holen und in die Verbandsliga aufzusteigen.

Die Mannschaft: Uwe Behrendt – Norbert Teipel – Wolfgang Schwalm – Ronald Ludwig – Carsten Ludwig – Michael Golz – Jörg Hellwig – Hasan Kesebir – Jürgen Meinker – Hendrik Solarek – Rüdiger Schönekess – Hans-Werner Will

Nach mehrmaligem Anpeilen der Oberliga erlebte der KSV Hohenlimburg 1987 eine seiner schwärzesten Stunden. Die Bilanz der Serie: 0 Punkte und bitterer Abstieg in die Landesliga. 1988 wurde die Talfahrt als Anlauf für einen Aufschwung genutzt, der über die Verbandsliga in die Oberliga führen sollte. Unter der Leitung von Ulrich Schaarschmidt kehrten die Siege zurück; Mannschaft und Fans waren begeistert. Im Landesliga-Spitzenkampf behielt der KSV Hohenlimburg gegen Hombruch mit 23,5:16,5 die Oberhand. 200 Zuschauer in der kleinen Realschulturnhalle verfolgten das Geschehen begeistert.

Die Meistermannschaft 1988/89:

Landesligameister 1989
Landesligameister 1989

Tasdemir - Kulakac - Todt - Teipel -Civelek - M.Golz - W.Schwalm - Werski - Rakete - Delifer - Petri - R.Behrendt - U.Behrendt - Hellwig - U.Schaarschmidt - Maksic - Paulsen - Solarek - Bamberg - Will

Die 2. Mannschaft belegte in der Westfalenklasse einen beachtlichen 3. Platz.

1990 war das Jahr der Wiedervereinigung. Mit dem thüringischen Club Chemie Kahla wurden enge Kontakte geknüpft. Neben einem intensiven Jugendaustausch fand auch ein Vergleichskampf der Senioren in Hohenlimburg statt. Auf dem Schulhofgelände in Oege fand mit dem 41. das letzte Oeger Volksfest statt. Trotz großer Bemühungen fand die Veranstaltung zu wenig Resonanz; eine bedeutende Einnahmequelle war damit versiegt.

...die 2000er und 2010er Jahre

DM-Medaillen und die Rückkehr in die 2. Bundesliga

2005 startete die Aktion „Wir holen den Titel“: Unser Team steigerte sich von Kampf zu Kampf und überholte am Ende sogar den favorisierten DSC Wanne-Eickel. Platz 1 bedeutete gleichzeitig den Aufstieg in die Verbandsliga; im Folgejahr wurde dort ein guter 4. Platz erreicht.

2007 folgte endlich der erste Titelgewinn bei Deutschen Meisterschaften seit mehr als einem halben Jahrhundert. 61 Jahre nach Helmut Panne wurde Marko Maksic im hessischen Hemsbach Deutscher Jugendmeister (griech.-röm.)! Nils Hausegger erreichte mit nur einer Niederlage Platz fünf im freien Stil. Insgesamt machte die Jugendarbeit in der Ära des Trainerduos Andreas Ehnert und Anett Kamke große Fortschritte; zwischenzeitlich stellte der KSV die erfolgreichste A-Jugend in ganz NRW.

In der Saison 2008 trat der KSV Hohenlimburg mit einem veränderten Team an. Aus Marten kamen der neue Trainer Thorsten Busch und sein Sohn Tobias zu uns. Mit ihnen wechselten Sven Stolzewski, Christian Zuhr und Sven Ban an die Lenne. Vom KSV Hürth-Efferen kehrte Rafael Stiller zurück, aus Herdecke kam Maximilian Lodwich. Diese Truppe sollte die Verbandsliga beherrschen. In der Hauptrunde blieb man ungeschlagen, und auch in der Aufstiegsrunde setzte sich der KSV Hohenlimburg durch. Vor 300 Zuschauern besiegte man am letzten Kampftag den TV Aachen-Walheim in eigener Halle und holte sich knapp, aber verdient den Meistertitel der Verbandsliga und stieg in die Oberliga NRW auf. Die 2. Mannschaft musste zwar unglücklich in die Abstiegsrunde der Landesliga, setzte sich dort jedoch als Tabellenführer durch. Ein toller Erfolg für das junge Team!

Das Jahr 2009 begann sehr erfolgreich: Nils Hausegger wurde als B-Jugendlicher bei den Deutschen Meisterschaften der A-Jugend im freien Stil in der Klasse bis 54 kg Deutscher Vizemeister. Auch die Mannschaftssaison verlief erfreulich: Die 1. Mannschaft belegte als Aufsteiger einen hervorragenden vierten Platz in der Oberliga, und auch die 2. Mannschaft wurde Vierter, nachdem sie zuvor die Aufstiegsrunde zur Verbandsliga erreicht hatte.

Bei der Jahreshauptversammlung 2010 wurden Helmut Bartsch und Dieter Schaarschmidt zu Ehrenmitgliedern ernannt. Beide gehören dem KSV seit über 50 Jahren an und haben nach ihrer aktiven Laufbahn einige Jahre Vorstandsarbeit geleistet. Dieter Schaarschmidt war zudem über viele Jahre als Jugendtrainer aktiv. Auch Hasan Kesebir wurde diese Ehrung bereits vor einigen Jahren zuteil. Rudi Reinhardt und Dieter Schaarschmidt sind inzwischen leider verstorben.

Nach einem 4. Platz in der Oberliga 2011 gelang im Jahr darauf der große Erfolg: Nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem RC Merken holten die Hohenlimburger knapp den Meistertitel an die Lenne und stiegen nach über 30 Jahren wieder in die 2. Bundesliga auf.

Die Meistermannschaft 2012

Eugen Giesbrecht – Svetlin Shindov – Kevin Schoska – Sebastian Klusak – Lernik Vanjan – Igor Domovets – Nils Hausegger – Marko Maksic – David Arndt – Milan Blagoev – Viktor Nowikowski – Sven Ban – Tobias Hausegger – Christian Zuhr – Björn Pulla – Sven Fiedler

Zuvor gab es bereits große Erfolge bei den Einzelmeisterschaften: Sebastian Klusak wurde in Torgelow Deutscher Meister der B-Jugend (griech.-röm.) in der Klasse bis 54 kg, Alpay Kulakac wurde beim gleichen Turnier Vizemeister in der Klasse bis 76 kg. Zudem wurde David Arndt Dritter bei den Deutschen Meisterschaften der Junioren (griech.-röm.) in der Klasse bis 84 kg.

Gold, Silber und Bronze bei den nationalen Titelkämpfen und der Aufstieg der 1. Mannschaft in die 2. Bundesliga – der KSV konnte 2012 sein bisher erfolgreichstes Jahr in der über 90-jährigen Vereinsgeschichte feiern.

Dass der Wind in der 2. Bundesliga härter wehte, wurde schnell deutlich. Trotzdem gelangen dem Verein drei Saisonsiege und damit der Klassenerhalt.

Die Mannschaft 2013 in der 2. Bundesliga Mitte

Vladimir Tumparov – Sergiy Skrypka – Kevin Schoska – Yves-Heiko Gies – Juri Baron – Nils Hausegger – Rame Khalil – Schaman Kasumov – David Arndt – Christian Zuhr – Jakob Luft – Junadi Tajdaev – Björn Pulla

Ergänzt wurde das Team im Verlauf der Saison durch: Sven Ban – Alpay Kulakac – Tobias Hausegger – Viktor Nowikowski

KSV I 2014
KSV-Team 2. Bundesliga 2014
Hintere Reihe v.l.: Angel Gochev, Yves Gies, Chrisitan Zuhr, Viktor Nowikowski, Alpay Kulakac, Physio Jörg "Schneemann" Godglück, Trainer Thorsten Busch
Vordere Reihe v.l.: Youri Gies, Beslan Abuev, Sergiy Skrypka, Nils Hausegger, Sali Sali
Es fehlen: Eugen Giesbrecht, Sebastian Klusak, David Arndt, Denis Hasan

Ein Jahr später war es trotz der Zugänge von Sali Sali, Beslan Abuev, Angel Gochev und Denis Hasan nur noch ein Erfolg. Der Verein plante schon während der Saison für die Oberliga und setzte daher neben den Stammkräften auch junge Eigengewächse wie Sebastian Klusak, Eugen Giesbrecht und Timo Golz ein. Der KSV wurde Tabellenletzter der 2. Bundesliga West und stieg in die Oberliga NRW ab. Für einen Verein unserer Größe ist das auch die richtige Liga.

Inzwischen wurde auch Sportfreund Gerd Werski zum Ehrenmitglied ernannt. Gerd hat viele Jahre Verantwortung im Vorstand übernommen; auch anschließend konnte sich der Verein jederzeit auf seine Hilfe verlassen. Seine finanziellen Förderungen haben dem KSV ebenfalls immer wieder geholfen.

Bei den Deutschen Meisterschaften der A-Jugend (griech.-röm.) gab es erneut Medaillen für Hohenlimburger Ringer: Sebastian Klusak holte Silber in der Klasse bis 69 kg, Alpay Kulakac Bronze bis 85 kg.

Die Rückkehr in die NRW-Oberliga gestaltete sich sehr erfolgreich. Auf Anhieb konnte der KSV im Jahr 2015 die Meisterschaft erringen, verzichtete jedoch auf den erneuten Aufstieg in die 2. Bundesliga.

Nach einem 6. Platz 2016 endete zugleich nach acht Jahren die Ära Thorsten Busch, der zu seinem Heimatverein Sportunion Annen zurückkehrte und auch einige Aktive mitnahm. Es stand somit ein sportlicher Neuanfang an; das Konzept wurde angepasst: Statt auf externe Neuzugänge sollte nun wieder vermehrt auf den eigenen Nachwuchs gesetzt werden. Nach einem Übergangsjahr mit Arslan Kulakac wurde mit Stanko Maksic ein sehr erfahrener Trainer zurückgeholt.

Seitdem gelang es dem KSV, mit der 1. Mannschaft jeweils den Klassenerhalt in der Oberliga zu sichern; im Jahr 2019 wurde sogar wieder eine 2. Mannschaft gemeldet. Der Neuaufbau trägt also bereits erste Früchte.

...die 2020er Jahre

Eine Pandemie zum Jubiläum

Das Jahr 2020 wurde vom Coronavirus dominiert. Dieses legte nicht nur den Trainingsbetrieb über Monate lahm, sondern auch die Einzelturniere ab Februar sowie die komplette Mannschaftssaison mussten abgesagt werden. Leider bestimmte das Virus auch weite Teile des Folgejahres 2021. Für den KSV Hohenlimburg war das besonders tragisch, denn auch die geplanten Feiern zum 100-jährigen Vereinsjubiläum fielen der Pandemie zum Opfer. Zumindest einige Turniere sollten jedoch wieder stattfinden können; zwei davon waren für unseren Verein von großer Bedeutung: Im August richtete der KSV Hohenlimburg die Deutschen Meisterschaften (griech.-röm.) der Junioren in der Rundturnhalle aus, was den Organisatoren bundesweit viel Lob einbrachte. Im September gewann Abdurrahim Sekmen bei den nationalen Titelkämpfen der B-Jugend (Freistil) im hessischen Ladenburg in der Klasse bis 48 kg die Bronzemedaille.

Deutsche Meisterschaften der Junioren (GR) in Hohenlimburg
Deutsche Meisterschaften der Junioren (GR) in Hohenlimburg

Im Jahr 2022 richtete der KSV die Deutschen Meisterschaften der B-Jugend im Freistil aus. Abdurrahim „Abdul“ Sekmen startete hier als Eigengewächs für den KSV und gewann nach einem starken Turnier die Silbermedaille. In der Mannschaftssaison erkämpfte sich der KSV den Titel in der Bezirksliga. Nachdem die Mannschaft in der Westfalen-Gruppe bereits den ersten Platz erreicht hatte, sicherte sie sich mit einem 31:17 gegen den TV Essen-Dellwig II im „Final Four“ den Aufstieg in die Landesliga.

Auch 2023 gab es wieder eine KSV-Medaille bei den Deutschen Meisterschaften: Ahmet Sekmen gewann Bronze bei der A-Jugend (griech.-röm.) in der Klasse bis 92 kg in Spaichingen. Die 1. Mannschaft blieb erfolgreich: Nach dem Aufstieg im Vorjahr holte sie nun auch in der Landesliga den Titel und stieg nach einem 41:1-Sieg im „Final Six“ gegen den TV Essen-Dellwig II in die Oberliga auf.

In der Saison 2024 musste die junge Mannschaft jedoch aus der starken Oberliga wieder absteigen. Sie steigerte sich im Verlauf der Saison enorm, verpasste am Ende aber knapp den Klassenerhalt und tritt 2025 wieder in der Landesliga an.

Das Jahr 2025 konnte kaum besser beginnen: Bei den Landesmeisterschaften NRW gewannen KSV-Ringer 12 Titel, und bei den Deutschen Meisterschaften der U17 Freistil in Werdau (Sachsen) gewann Abdurrahim Sekmen in der Klasse bis 80 kg die Goldmedaille. Nach 13 Jahren hat der KSV Hohenlimburg damit wieder einen Deutschen Meister! Und es kam noch besser: Auch sein älterer Bruder Ahmet, der in der Klasse bis 125 kg (Freistil) in der U20 antrat, holte den Titel. Die beiden Eigengewächse schrieben damit KSV-Geschichte. Dass Ahmet im Anschluss auch Bronze bei den Männern gewann, krönte diese sensationelle Leistung zusätzlich.

Die KSV-Mannschaft zeigte in der Landesliga Woche für Woche tolle Kämpfe und unterlag lediglich am letzten Kampftag dem Bundesliga-Rückzieher KSK Neuss; am Ende wurde sie aufgrund des direkten Vergleichs nur knapp Zweiter. Dennoch war es eine überragende Saison für die Truppe von Trainer Arslan Kulakac. Die Reservestaffel platzierte sich in der Bezirksliga Mitte auf dem 5. Platz.

Im Rahmen eines Heimkampfs wurde Uwe Behrendt für seine Verdienste als Ringer, Vorstandsmitglied sowie später als Helfer und Berater zum neuen Ehrenmitglied des KSV ernannt.

Ahmet und Abdul Sekmen gewannen 2x in Folge die Goldmedaille bei den Deutschen Meisterschaften

Überragend waren dann die Deutschen Meisterschaften der U20 (Freistil) 2026, die der KSV Hohenlimburg ausrichtete. Organisatorisch war das schon eine Meisterleistung, denn aufgrund eines Wasserschadens in der Rundturnhalle Hohenlimburg musste wenige Tage vor dem Turnier eine neue Wettkampfstätte gefunden und logistisch ausgestattet werden. Das gelang mit der bestens geeigneten Turnhalle im Sportzentrum Helfe. Die sportliche Bilanz setzte dem bisher Erreichten unter den Augen von Hagens Oberbürgermeister Dennis Rehbein jedoch die Krone auf: Sowohl der Titelverteidiger Ahmet Sekmen als auch sein nun ebenfalls in die U20 aufgerückter Bruder Abdurrahim („Abdul“) gewannen Gold, während der dritte KSV-Starter, Zana Kurmanc, sensationell Bronze holte. Das bedeutete für unseren KSV Hohenlimburg Platz 1 in der Vereinswertung unter 67 teilnehmenden Vereinen, darunter zahlreiche Bundesligaclubs. Bereits ein Jahr nach dem Doppelerfolg der Sekmens wurde die KSV-Geschichte damit nochmals übertroffen — und das ausgerechnet in heimischer Halle, was den Erfolg perfekt machte.