Doppelgold + Bronze: KSVer dominieren U20-Heim-DM

Titelfoto: Abdul Sekmen, Ahmet Sekmen und Zana Kurmanc ließen sich vom Hagener OB Dennis Rehbein (2. v.r.) zu ihren Erfolgen gratulieren

Abdul und Ahmet Sekmen verteidigen ihre DM-Titel
Zana Kurmanc gewinnt Bronze

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Der KSV Hohenlimburg war am Wochenende im Sportzentrum Helfe Ausrichter der diesjährigen Deutschen Meisterschaften (m/w) der U20 im Freistil – und was wurde das für ein Wochenende für den Verein! Nachdem bereits im vergangenen Jahr mit den DM-Titeln der beiden KSV-Ringer Ahmet und Abdurrahim „Abdul“ Sekmen Vereinsgeschichte geschrieben wurde, konnte dieser großartige Erfolg nicht nur bestätigt, sondern sogar übertroffen werden. Beide Brüder gewannen erneut die Goldmedaille und verteidigten damit ihre Titel als Deutsche Meister. Hinzu kam die sensationelle Bronzemedaille von Zana Kurmanc, der erst seit wenigen Jahren den Ringsport betreibt.

Diese optimale Hohenlimburger Ausbeute bei der Heim-DM bescherte dem KSV sogar Platz 1 in der Vereinswertung unter allen 67 teilnehmenden Clubs. Auch das dürfte ein Novum in der nun 105-jährigen Vereinsgeschichte des KSV Hohenlimburg sein und bestätigt eindrucksvoll die Arbeit von KSV-Trainer Arslan Kulakac.

Gewichtsklasse bis 125 kg – Ahmet Sekmen

In dieser Gewichtsklasse kam aufgrund von fünf Teilnehmern das „Nordische Turnier“ zur Anwendung, was bedeutet, dass jeder gegen jeden ringt. Vier Kämpfe also für Ahmet – und in allen ließ er keinerlei Zweifel daran, wer hier den Titel gewinnen würde. Er startete mit drei Siegen durch „Technische Überlegenheit“, bevor er im letzten Kampf Jimmy Rudau aus Sachsen nach nur 14 Sekunden auf beide Schultern legte. Mit insgesamt 35:0 Wertungspunkten deklassierte er das Teilnehmerfeld förmlich und wurde nach 2025 auch in diesem Jahr souverän Deutscher Meister der U20.

Ahmet Sekmen schultert Jimmy Rudau nach 14 Sekunden und wird erneut Deutscher Meister

Gewichtsklasse bis 92 kg – Abdurrahim „Abdul“ Sekmen und Zana Kurmanc

In dieser Gewichtsklasse gingen gleich zwei KSV-Ringer an den Start. Beide gewannen ihren Viertelfinalkampf, sodass es im Halbfinale zum vereinsinternen Duell kam. Dort setzte sich Abdul Sekmen durch und zog ins Finale um Gold ein, während Zana Kurmanc am Sonntag um Bronze kämpfen durfte.

Mit den Kämpfen um Platz 3 startete der Finaltag. Zana überraschte dabei mit einem Schultersieg gegen den Heilbronner Romio Koch und gewann als klarer Außenseiter sensationell die Bronzemedaille.

Zana Kurmanc (blaues Trikot) gewann DM-Bronze

Der 213. und letzte Kampf des Turniers bildete schließlich den Höhepunkt für die zahlreichen Zuschauer im voll besetzten Sportzentrum Helfe. Abdul Sekmen traf im Finale auf den Thüringer Hendrik Jahn – unter den Augen des Hagener Oberbürgermeisters Dennis Rehbein. Es entwickelte sich ein würdiger und bis zum Schluss spannender Kampf. Zu Beginn der letzten Minute führte der KSVer knapp mit 5:4, ehe er sich mit einer Zweierwertung entscheidend absetzen konnte. Mit dem 7:4-Sieg krönte sich der junge Hohenlimburger zum Deutschen Meister der U20. Besonders bemerkenswert: Als jüngster U20-Jahrgang des Turniers knüpfte er damit nahtlos an seinen Titelgewinn aus dem Vorjahr in der U17 an.

Abdul Sekmen besiegte Hendrik Jahn im Finale mit 7:4

Viel Lob gab es erneut für die hervorragende Organisation des Turniers. Für sein Engagement – ebenso wie für zahlreiche frühere Großveranstaltungen – wurde Cheforganisator und KSV-Geschäftsführer Timo Golz vom DRB-Vizepräsidenten Günter Maienschein mit der DRB-Ehrennadel in Bronze ausgezeichnet. Dabei konnte sich Timo auf ein Helferteam von über 70 Personen verlassen – eine beeindruckende Zahl, die zeigt, welche Stärke im Verein steckt.

Ein besonderer Dank gilt allen Beteiligten. Welcher Aufwand hinter einer solchen Veranstaltung steht, wurde vielen erst beim anschließenden Abbau bewusst. „Das ist ja hier wie bei einem Helene-Fischer-Konzert“, staunte einer der Helfer angesichts der umfangreichen Technik und Ausstattung.

Nicht unerwähnt bleiben darf zudem der Ringerverband NRW mit Geschäftsführer Carsten Schäfer und Präsident Jörg Helmdach. Auch ihr großes Engagement trug maßgeblich zum Gelingen dieser Veranstaltung bei.

 

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